PayPal bald noch teurer, äh – nein, besser

Gestern kam eine Mail von PayPal. Man freue sich auf September. Denn ab dann wird alles noch besser mit dem Bezahlen. Sagt PayPal.

Und den Beweis dafür treten sie gleich an und präsentieren die vereinfachte Gebührenstruktur. Zukünftig gibt es also nur noch zwei Gebühren-Modelle – Deutschland und EU, nicht EU. Das dabei eine fette Gebührenanhebung einhergeht, das sagen sie einem nicht. Das muss man selber heraus finden.

Aber vielleicht sehe ich das ja auch falsch. Schließlich ist es jetzt doch noch einfacher und noch bequemer und noch sicherer und noch übersichtlicher und noch besser und noch schneller und noch – ähem – teurer

Jetzt verstehe ich auch, warum man sich freut bei PayPal. Werden die Kassen wohl noch schneller voller. Aber was will man von einer eBay Tochter erwarten?

Die meisten Käufer wissen nicht, dass man als Zahlungsempfänger dafür Gebühren abdrücken muss. Und die sind schon jetzt nicht ohne. Für mich als Händler gibt es eigentlich nur zwei Alternativen: Entweder ich biete PayPal demnächst nicht mehr an oder werde im Gegenzug Bearbeitungsgebühren draufschlagen müssen.

Hmm… Beides nicht wirklich berauschend.


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13 Antworten zu PayPal bald noch teurer, äh – nein, besser
  1. Axel F. sagt:

    Hallo !
    Die gleiche Mail habe ich auch bekommen. Ich versende meine Ware momentan haubtsächlich nach Deutschland und habe mich schon immer über die Kosten aufgeregt.
    @ Olaf:
    Das aufschlagen z.Bsp. auf die Versandkosten soll ja verboten sein, aber in dem Punkt muß ich Dir Recht geben. Entweder ein anderes Zahlungssystem was billiger ist oder eben selbst vom Käufer mehr verlangen. Kennst Du ein adequates anderes Zahlungssystem ? Vieleicht Moneybookers.
    Gruß Axel

  2. Moin Moin
    jups, wenns krumm kommt, hagelts beim Aufschlag ne Abmahnung. Somit bleibt nur, die gesamten Kostenstruktur zu überdenken/arbeiten. Aber werden Dir das die Kunden danken ?? Ich hab bei mir Versandkosten von 4,50 Euro (über Warenwert 40 Euro sogar nur 3 Euro) und selbst diese in meinen Augen nicht deckende Summe (einbezogen Logistiker, Verpackungsmaterial, Rechnungspapiere und eben Kosten des Geldverkehrs) erscheint den Kunden zu hoch.
    Kaum ein Kunde rechnet aber mal die Autonutzung, die Parkgebühren, die „verlorene“ (Bummel)Zeit für einen Stadteinkauf.
    Welches Zahlungssystem ?? Gute Frage, die wir bei einer Entscheidung für System x mit Sicherheit dann in 1 Jahr wieder stellen, wenn dort dann die Preisschraube sich beginnt zu drehen.
    Mein Fazit: Versuche den zufriedenen Kunden zu binden, denn bei „Einmalkunden“ verkaufst letztendlich weniger kostendeckend.

  3. ricarda sagt:

    Hab auch mal versucht PayPal in anspruch zu nehmen, aber fand es super komplitiert. Habe mich dan entschieden, mir später alles genauer anzuschauen und genau zu studieren. Weiß nicht ob es gut ist, bin noch nicht dazu gekommen, aber für die schnelle ist es gar nichts.

  4. Markus sagt:

    Sehr geehrter Mitbewerber!

    wir sind alle von dem Problem betroffen, nur deine angedachte Idee könnte nach hinten losgehen.

    Laut aktuellen Rechtsurteilen ist das Abwälzen der PayPal-Gebühren auf den Kunden verfassungswidrig.

    Liebe Grüße aus Berlin,
    Markus

  5. Olaf Berliner sagt:

    Hallo Markus,

    na ja sicher nicht gleich verfassungswidrig… Und wenn ich erhöhten Bearbeitungsaufwand habe, dann kann mir auch PayPal nicht wirklich vorschreiben, wie ich meinen Betrieb und dessen Kosten zu administrieren habe. Man sollte es vielleicht nicht „PayPal-Gebühren“ nennen.

    Liebe Grüße nach Berlin
    Olaf

  6. Markus sagt:

    Hallo Olaf,

    aber ich könnte dich abmahnen, da PayPal Gebühren als Bankgebühren zu betrachten sind und das darfste nicht.. 😉
    Onlineshops in Deutschland zu betreiben ist eh bescheuert

    Liebe Grüße,
    Markus

  7. Olaf Berliner sagt:

    Hallo Markus,

    wie ich schon schrieb: zwische PayPal-Gebühren und Bearbeitungsgebühren besteht ein kleiner, aber feiner Unterschied…

    Liebe Grüße
    Olaf

  8. Axel F. sagt:

    Hallo !
    Falls ich mit -sehr geehrter mitbewerber- gemeint war muß ich anmerken das ich nie behauptet habe das ich die Gebühren weitergebe. Ich habe meine festgelegten Versandkosten und Artikelpreise, dennoch ist es eine Schweinerei die Gebühren anzuheben. Als Kleinstunternehmer der auf dem Markt erst einmal bestehen will und der seine Preise möglichst niedrig hält um Kunschaft zu bekommen, für den ist es am schwersten. Das kostengünstigste ist ja die normale Banküberweisung, aber das scheint aus der Mode gekommen zu sein. *** Schade ***
    Gruß Axel

  9. coco sagt:

    Also doch, danke Markus. PayPal-Gebühren oder Bearbeitungsgebühren, man kann ja jedes Kind titulieren. Fact ist doch die Aussage von Markus….

  10. Stefan sagt:

    Was ich mir hier eigentlich für eine Frage stelle, ist doch ob die Geühren überhaupt so hoch sein dürfen, denn immerhin ist PayPal eine Bank wie jede andere und eine Überweisung innerhalb Deutschlands darf auch nur einen Betrag x kosten. Genauso verhält es sich bei der Auszahlung von Beträgen, hier gibt die EU einen Richtwert von 3 Tagen vor innerhalb der EU, dieser wird aber von PayPal in keinster Weise eingehalten. Hier wäre mal eine Überlegun ob man hier sich nicht mal an die EU wendet.

    Was PainPal angeht, ich biete es auch an, allerdings mit einer extremen Abneigung gegen diesen Verein. Meine Kunden wollen es, und hier habe ich mich gebeugt, aber sollte die Akzeptanz doch einmal schwinden, so ist es ganz schnell wieder weg der PainPal d… (Uj das reimt sich)

  11. luisieta sagt:

    Da hat Stefan ja nicht ganz Unrecht, oder. Aber wie coco schon ausdrücken wollte, reine Auslegungssache. Bearbeitung, ist ja ein sehr weitläufiger Begriff.

  12. Olaf Berliner sagt:

    @luisieta

    …da geb‘ ich Dir einfach mal Recht.

    Herzlich willkommen…

    Liebe Grüße
    Olaf

  13. Thomas sagt:

    Von einer e-Bay Tochter lässt sich wohl nichts anderes erwarten. Dass scheint daneben aber überhaupt das gängige Geschäftsmodell einiger in Kalifornien sitzenden IT Firmen zu sein. Möglichst schnell die eigenen Kassen füllen bevor es andere tun. Aber es gibt Alternativen, zumindest für Privatkunden. Craigslist statt e-Bay und Moneybookers statt PayPal.