Wer zahlt Rücksendeentgelt?

Ab Juli wird DHL für Rücksendungen von gewerblichen Kunden eine Gebühr verlangen – 4,- €. Nähere Infos zum Thema auch bei Internet World.

Grundsätzlich kann ich das nachvollziehen. Schließlich wird eine Leistung erbracht. Auf der anderen Seite stehe ich aber als Händler, habe auch eine Leistung erbracht – nämlich die Hinsendung zum Kunden. Und auch die kostet Geld. Wer zahlt denn dann nun was?

Klar, die deutschen Gesetzlichkeiten regeln das derzeit eindeutig. Wir als Händler zahlen generell die Versandkosten mit den bekannten Ausnahmen. Über Sinn und Unsinn ließe sich trefflich streiten. Und wenn ein Kunde die Annahme verweigert oder eben sein Paket nicht fristgerecht in der Filiale abholt, werden wir Händler eben nochmal dafür bezahlen. Aber: Und hier kommt es, das große ABER:

Alles bleibt anders
Ab nächstem Jahr wird das Widerrufsrecht und damit auch die Kostenfrage von Versanddienstleistungen neu geregelt, weil an europäisches Recht angepasst. Dann zahlt – so der Gesetzestext – der Kunde. Ob sich das tatsächlich in unserer Branche durchsetzt, bleibt abzuwarten.

Aber was passiert dann bei Annahmeverweigerung oder Nicht-Abholung, falsche Adresse? DHL wird sicher an sein Geld dafür kommen. Was macht man denn als Händler? Verbuche ich das in der Bilanz unter ‚Pech gehabt‘ oder hole ich mir das Geld vom dann sicher sehr unangetanem Kunden wieder. Ich sehe jetzt schon wieder findige Rechtskundige, die hier sicher einige Extra-Euro generieren werden (Stichwort Abmahnung, Sie verstehen schon 😉 ).

Wie sehen Sie das?


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