Das Kreuz mit dem Versand

In der vorletzten Ausgabe 22/09 der Internet World Business gab es einen Kommentar vom stellvertretenden Chefredakteur Frank Kemper. Thema: Logistikfehler bei Onlineversendern.  Generell hat Herr Kemper sicher Recht und es gibt noch viel zu verbessern. Aber einfach den schwarzen Peter den Onlineshops zuzuschieben, ist wohl ein wenig kurzsichtig.

Ein Statement: Der Laden, wo die Sendung abgegeben wurde, macht erst auf, wenn er schon im Büro ist. Oder: die Retourensendung liegt nach einer Woche immer noch am Empfang. Natürlich ist so etwas ärgerlich und kommt sicher immer mal wieder vor.

Aber ist es nicht eher so, dass gerade solche Sachen nicht wirklich den Versendern angelastet werden können, sondern eher den beteiligten Unternehmen – sprich DHL, GLS, UPs etc. Denn kein Versender wird auf den Paketzettel schreiben, der Postfahrer solle das Paket nur ja beim Laden um die Ecke abgeben. Bitte nicht beim eigentlichen Empfänger.

Die Lieferbarkeit
Auch zum Thema Lieferzeiten wurde kritisch angemerkt, dass diese oft nicht den Tatsachen entsprechen. Da gebe ich ihm sogar Recht. Leite die „Beschwerde“ aber gern an die Hersteller, Lieferanten und (wieder) die Transportunternehmen weiter. Erst neulich hatten wir wieder einmal den Fall, dass ein Produkt ausgelaufen ist, wir aber davon nicht in Kenntnis gesetzt wurden. Das erfährt man erst, wenn man den Artikel bestellen will. Da ist natürlich  Ärger vorprogrammiert.

Und gar nicht verstehen kann ich, dass Sendungen mit UPS innerhalb Deutschlands mindestens zwei Tage dauern – ein Paket aus den Niederlanden jedoch am nächsten Tag eintrifft. Heute 16 Uhr bestellt, morgen um 11 Uhr bei uns.

Und wieder einmal Packstationen
Auch zum Thema Packstionen äußerte sich Herr Kemper. Die findet er eigentlich toll. Kann aber nicht verstehen, warum sich viele (wir auch) Shops weigern, an diese zu liefern und befindet dieses Verhalten für kundenunfreundlich.

Ich hatte seinerzeit ja schon über Packstationen und die damit einhergehenden Betrugsmaschen berichtet.
Hallo Herr Kemper! Ich mach‘ einen Vorschlag:
Sie übernehmen in Zukunft alle Ausfälle, die durch dieses unsichere System entstehen und wir versenden wieder an Packstationen. Na, wie wär’s? Haben wir einen Deal?


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