Freemail Adresse = schlechte Zahlungsmoral?

In einer groß angelegten Studie meint der Forderungsdienstleister mediafinanz herausgefunden zu haben, dass man bereits an eMail-Adressen die Zahlungsqualität der Kunden herausfinden kann.

Gefundenes Fressen für die Vertreter der Presse, die sich dankbar auf solcherlei Studien stürzen. So titeln Internet World Business:

Zahlungsausfall: T-Online-Kunden zahlen gut

oder shopanbieter.de:

Bergen Kunden-Mailadressen Hinweise auf Zahlungsmoral?

Vielleicht ist ja was dran – aber ich sehe schon die vielen ehrlichen Freemail-Account-Inhaber, die sich sicher gehörig auf den Schlips getreten fühlen…

Wenn ich von mir ausgehe, benutze ich meistens in Online-Shops meine GMX-eMail. Die kann man zur Not schnell löschen, wenn sich wirklich einmal die Spam-Lawine in einem solchen Account ausbreitet. Dann habe ich wahrscheinlich auch keine gute Zahlungsmoral. Schade eigentlich…


Thema: Allgemein Trackback: Trackback-URL.
7 Antworten zu Freemail Adresse = schlechte Zahlungsmoral?
  1. chrizz sagt:

    nur was kostet ist auch gut…:/
    Ich hab den Artikel von mediafinanz nur ganz kur überflogen. Was ich mich dabei gefragt habe ist: Wie bekommen die raus, ob es wirklich eine Freemailadresse oder nicht ist? GMX bietet ja beides an und ich bin bspw. beim GMX Bezahlkunde… Ich find ja die Studie hat soviel Aussagekraft wie hmm… ein Stein im Wind…*g* Es sind keinerlei Daten vorhanden um welche Geschäftszweige es geht usw. Da gibt es sicherlich auch enorme Unterschiede. Zahlungsarten wurden dabei auch nicht berücksichtigt…
    whatever: Solange ich mit meiner GMX Adresse überall einkaufen kann ist alles ok. Sollte sich da irgendein Shop mal querstellen geb ich lieber 10% mehr bei der Konkurrenz aus… Soweit kommts noch das meine über 10 Jahre alte E-Mail Adresse auf einmal billig und nutzlos wird… 🙂

    beste Grüße aus Berlin,
    Chrizz

  2. Carlos sagt:

    Anscheinend bewegt das ja doch einiges, wobei sich wirklich viele unlautere Genossen hinter Freemail-Accounts verbergen.

    Vor allem aber in Sachen SPAM.

  3. Olaf Berliner sagt:

    @chrizz

    Ich denke, solche Studien mus man immer mit einiger Vorsicht genießen. Wie Du schon schriebst, sind da noch einige Variablen…

    @Carlos
    Klar, Freemail-Adressen vermitteln immer auch ein bißchen den Anschein von Anonymität.

    Danke für Eure Kommentare.

    LG
    Olaf

  4. Pingback: Un- und Wichtiges

  5. Fieser Admin sagt:

    Vor kurzem gab es doch auch noch eine Studie was für Typen von Menschen sich hinter den E-Mail Namen verbergen. Das war genau so ein Mumpitz. Als ob mein e-mail provider etwas üer meine Zahlungsmoral aussagt. wieso solte ich ein Angebot, das mit Kosten verbunden ist, nutzen wenn ich das gleiche auch völlig legal umsonst haben kann und mir die Funktionen absolut reichen? Sind Linux Nutzer jetzt auch zahlungsunwillig weil sie ein kostenloses Betriebssstem verwenden anstatt sich den Dreck von Microsoft zu kaufen?

    Meine Firmenadresse kostet mich nebenbei auch nix…und ich kann mir davon so viele anlegen wie ich mag.*g*

    Lächerlich.

  6. Stefan sagt:

    Diese Studie von Mediafinanz kann ich zum Teil bestätigen. Da wir verschiedene Zahlungsarten anbeiten und mit einigen auch die schwarzen Schafe anziehen, ist uns schon aufgefallen, das es mehr Adressen von FreeMail-Anbietern sind, die nicht bezahlen oder eine schlechte Boni haben.

    Man kann es aber nicht so pauschalisieren, denn was mir aufgefallen ist, sind es meist die Fantasynamen in dem Zusammenhang, die hier auffällig sind. Bei Realname E-Mails (vorname.nachname@freemail) gibt es so gut wie kaum Probleme.

    Wie jeder Studie, darf man auch dieser nur so weit trauen, soweit man diese Werfen kann 😉

  7. Pingback: QuickAudio - Das Blog » Ja ja, die Zeitung «